Altes Rathaus 2017

Altes Rathaus Letter 2017

Der Verkauf des Alten Rathauses ist akut.
Die Verwaltung strebt einen bedingungslosen Verkauf des Grundstückes für 4-geschossige Wohnbebauung an.
Der Verein mag das so nicht akzeptieren und verlangt zumindest Antworten auf drängende Fragen.
Dazu hat der Verein im März 2017 zu einem ersten Bürgergespräch zwischen Politik und Bürgern eingeladen. Leider hat sich die Verwaltung geweigert, die Einladung an den Rat der Stadt weiter zu leiten, so daß nicht alle die Einladung erhalten haben. http://letter-fit.de/letterfit/index.php/buergergespraech-altes-rathaus-letter/
Mit Gerold Papsch und Rolf Hackbarth war es dennoch ein erfolgreiches Gespräch. http://letter-fit.de/letterfit/index.php/erfolgreiches-buergergespraech/
Nachdem die Beschlußvorlage zum Alten Rathaus- Verkauf veröffentlicht wurde, ludt der Verein wie vereinabrt zum 2. Bürgergespräch, diesmal wurden alle Ratsmitglieder mit email vom Verein angeschrieben. Die Resonanz von Poltikern und Bürgern war größer als beim ersten Gespräch.
Auch der Besuch des Ausschusses Bau und Umwelt wie auch der Ratsitzung brachte nur die Erkenntnis, daß sich niemand mit den Fragen auseinander setzen will, allein das zu erwartende Geld zählt – koste es, was es wolle.
Seit 1.9.2017 ist die Ausschreibung veröffentlicht und das Bieterverfahren hat begonnen.
Offene Fragen bzw. unbefriedigende Antworten:
– Die Anmietung von Räumen in der Sparkasse wird teuerer als die Betriebskosten des Alten Rathauses. Wieso ist das eine Sparmaßname?
-> Einsparung Instandhaltung
– Wieso wird nicht die Unterbringung der Volkshochsule im Schulaltbau geprüft, der spätestens 2019 leer steht. Unterbringung in eigenen Räumen wäre günstiger als in gemieteten.
-> Verkauf soll so schnell wie möglich erfolgen, keine Konzept für die Schule vorgesehen (außer Verkauf und Abriß)
– Wieso ist die Grünfläche vor dem Alten Rathaus nicht erhaltenswürdig? Sie ist als Aufstellfläche für den Katastrophenfall ausgewiesen (Ersatz noch nicht geklärt) und die einzige Grünfläche in Letter, die keine Funktionsfläche ist. Zudem Veranstaltungsfläche für zahlreiche Feierlichkeiten.
-> Verkauf soll maximalen Gewinn erzielen
– Was passiert mit der Möblierung der Fläche wie öffentliches Telefon, Palettengarten, Kunstwerke, Bücherschrank, Wullfs-Brunnen etc.
-> Der Investor wird es richten
– wieso kann der Investor den Bebauungsplan selbst erstellen? Müßten nicht Randbedingungen von Verwaltung und Politik erfolgen? Wo bleibt der Gestaltungswille?
-> Wir wollen alles ermöglichen.
– Kriterien der Auswahlmatrix sind zu unpräzise, insbes. wird nicht gefordert, daß Parkplätze, Grünanlagen etc. öffentlich zugänglich bleiben.
-> Die Investoren wüßten schon, was gemeint ist.
– Müßte es nicht eine Mindestpunktzahl geben, um den verkauf an einen Bieter, der außer Geld nichts erfüllt, zu verhindern?
-> wir müssen nicht verkaufen und es sind genug Bieter da, das regelt sich.
Der Wunsch, die Schaffung von Gemeinwesenräumen, die in Letter akut fehlen, als Kriterium aufzunehmen, wurde nicht erhört, wohl aber die Aufnahme eines Kriteriums für den Erhalt des Alten Rathauses.